Tipps von Ihrem Hausarzt

Heute schon Sonne getankt?

Vitamin D – ein Stoff, der ohne Licht nicht auskommt. Mehr als jeder Zweite hierzulande ist unterversorgt. Der Sommer ist die beste Zeit, sein Konto mit dem fettlöslichen Vitamin D aufzufüllen, denn die körpereigene Bildung in der Haut unterscheidet es von allen anderen Vitaminen: Dazu bedarf es regelmäßig und genug Sonnenlicht. In den trüben Monaten reichen die wenigen Sonnenstrahlen meist nicht aus, um den individuellen Bedarf vollends zu decken. Vitamin D ist lebenswichtig für den Körper – es fördert die Calciumaufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt und ist wichtig zur Knochenhärtung. Auch hat es Einfluss auf die Muskelkraft.

Um in unseren geographischen Regionen genug des Sonnenvitamins zu tanken, empfehlen Mediziner und Forscher, täglich zwischen 5 bis 20 Minuten in der Sonne zu verweilen. Um der Gefahr des Sonnenbrandes vorzubeugen, am besten Vor- oder Nachmittags in die Sonne gehen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, wie es um Ihren persönlichen Vitamin-D-Haushalt bestellt ist, empfiehlt sich die Überprüfung mittels Blutabnahme beim Hausarzt.

Die Krux bei der Sache: Allein über Nahrungsmittel lässt sich der Vitamin-D-Bedarf nur zu etwa 20 Prozent decken, beispielsweise mit Fettfischen wie Hering, Lachs und Makrele, Leber, Eigelb, einigen Speisepilzen.

Und wann gehen Sie in die Sonne?
Empfohlene Sonnenverweildauer zur körpereigenen Vitamin-D-Bildung:

  • März bis Mai: heller Hauttyp 10-20, dunkler 15-25 Minuten
  • Juni bis August: heller Hauttyp 5-10, dunkler 10-15 Minuten
  • September bis Oktober: heller Hauttyp 10-20, dunkler 15-25 Minuten

Gesicht, Hände, Teile von Armen und Beinen sollten in dieser kurzen Zeit möglichst nicht mit Sonnenschutz eingecremt werden.

Sommerzeit – Reisezeit

Langes Sitzen fördert die Entstehung von Blutgerinnseln – die im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben können. Darum gelten lange Flugreisen in engen Sitzreihen schon seit Langem als problematisch.

Bezüglich Reisethrombose hat sich folgende Risikoklassifizierung als sinnvoll erwiesen:
Niedriges Risiko | mindestens fünfstündiges Reisen in überwiegend sitzender Position
Mittleres Risiko | bei Vorliegen von mindestens zwei der folgenden Risikofaktoren:

  • Alter über 60 Jahre
  • Erheblich eingeschränkte Herzleistung
  • Bekannte familiäre Thromboseneigung
  • Vorliegen einer Gerinnungsstörung
  • Krampfadern oder andere Venenerkrankungen
  • Einnahme der „Pille“ oder Hormonersatztherapie
  • Übergewicht
  • Schwangerschaft

Hohes Risiko | bei Vorliegen von mindestens zwei der folgenden Risikofaktoren:

  • Früher aufgetretene Thrombose oder Lungenembolie
  • Krebserkrankung
  • Ruhestellung des Knie- oder Sprunggelenkes
  • Kürzlich erfolgte Operation mit nachfolgender Einschränkung der Beweglichkeit

Prophylaxe

Zur Prophylaxe empfehlen sich je nach Risiko folgende Maßnahmen:

  • Bewegung und viel trinken (ca. 250 ml in 2 Stunden), aber keinen Alkohol
  • Zurückhaltung beim Gebrauch von Sedativa und Hypnotika
  • Waden-Kompressionsstrümpfe der Kompressionsklasse 1 bis 2
  • Bewegung im Flugzeug (Fußwippen im Sprunggelenk, isometrische Übungen)
  • im Einzelfall, zum Beispiel bei Schwangerschaft oder Gerinnungsstörung, kann niedermolekulares Heparin gegeben werden

Reisekrankheiten – Guter Rat für Reisende

Schutzimpfungen und Einhaltung von Hygienemaßnahmen vor Ort sind unerlässlich, um die zum Teil lebensgefährlichen Folgen einer Infektion zu vermeiden.

Viele Infektionen, die potentiell bei Reisen in tropische und subtropische Gebiete erworben werden können, sind durch einfache Verhaltensmaßnahmen vermeidbar:

  • Kein Trinkwasser aus der Leitung, sondern aus geschlossenen Wasserflaschen, gilt auch für Eiswürfel.
  • Barfußlaufen, vor allem auch am Strand, ist riskant. Durch ungeschützte Hautkontakte mit kontaminierter Erde kann es unter anderem zu Sandflohbefall und zur Infektion mit Larva migrans cutanea kommen.
  • Ein effektiver Schutz gegen Mückenstiche (Moskitonetz, Einsatz von Repellentien) kann das Risiko einer Malariainfektion um bis zu 70 % senken.

Checkliste für die Reiseapotheke

  • Grundausstattung: Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden
  • Durchfallmittel
  • Schmerz-/Fiebermittel
  • Wunddesinfektion
  • Verbandmittel
  • Sonnenschutz

Anfahrt zur Praxis

Die Praxis befindet sich direkt im Herzen der Köpenicker Altstadt im großen Eckhaus der Straße „Freiheit 1“. Bitte nehmen Sie den mittleren Aufgang. Sie finden unsere Praxis in der 3. Etage.

Anfahrt mit dem Auto

  • über Lindenstraße/Dammbrücke
  • über Lange Brücke/Schlossplatz
  • über Müggelheimer Strasse

Parkplätze

  • Rosenstrasse
  • Jägerstrasse/Kietzerstrasse
  • Landjägerstrasse/Ecke Amtsstrasse
  • 2 Behindertenparkplätze direkt vor dem Haus (gekennzeichnet)

Öffentliche Verkehrsmittel

  • Haltestelle "Freiheit"
  • Tramlinien 62, 68
  • Buslinie 164

Barrierefrei

  • Ein Fahrstuhl ist vorhanden
  • Behindertengerechter Hauseingang über die Apotheke im Haus mithilfe einer Rampe
  • Im Treppenhaus sind Handläufe vorhanden